GRAVIPLANT:
INNOVATION DURCH ROTATION

Bäume, die horizontal aus den Wänden von Hochhäusern herauswachsen – dieses Bild hat in Windeseile das Interesse der Presse geweckt und für Schlagzeilen gesorgt. Doch was steckt dahinter? Eine phantasievolle Zukunftsvision? Nein, pure Innovationskraft aus Stuttgart. Ein Projekt, das uns als Denkfabrik für Innovationen bereits beim ersten Kontakt mit den Verantwortlichen begeistert hat.

Aufgrund der explosionsartigen Verdichtung von Wohnraum, bestehen in gegenwärtigen und zukünftigen Megastädten zu wenig Möglichkeiten, ausreichend große Grünanlagen zu schaffen, die bei der Linderung von Smog- und Luftverschmutzungsproblemen helfen könnten.

Auf konventionelle Weise ist diesen Herausforderungen der fortschreitenden Urbanisierung nicht zu begegnen. Es bedarf vielmehr der Fähigkeit, neu und anders zu denken, wie das Unternehmen Visioverdis auf einzigartige Weise beweist. Mit sogenannten „GraviPlants“ sollen neue Raumdimensionen begrünbar gemacht und somit die Sauerstoffproduktion in platzarmen Großstädten angeregt werden.

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Eine mit GraviPlants begrünte Außenfassade.

2009 entstand die Idee, einen Baumklinostaten zu entwickeln, um damit zu testen, ob Bäume horizontal wachsen können. Als Klinostaten bezeichnet man Apparaturen, mit denen die Wirkung der Schwerkraft auf Pflanzen erforscht werden kann. Dabei kommt es zu einer einseitigen Schwerkraftreizung, die durch eine langsame in Horizontallage erfolgende Rotation der Pflanzen um die Längsachse verursacht wird.

Bislang wurden mehr als neun verschiedene Klinostatenmodelle in unterschiedlichen Größen gebaut – die Spannweite der Pflanzen reicht dabei von Gänseblümchen bis hin zu Obstbäumen. Nachdem der Klinostat erfolgreich getestet wurde, galt es, die Modelle in ein Hightech-Pflanzsystem weiterzuentwickeln und das Projekt näher an die Marktreife heranzuführen. Der GraviPlant war geboren.

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Erste Konzeptskizzen vom GraviPlant.

Im Zentrum steht die Überlegung, welche Anforderungen an den GraviPlant dazu beitragen können, neue, bislang ungenutzte Räume zur Begrünung zu erschließen. Wesentliches Merkmal des GraviPlant ist die Langzeitversorgung der Pflanzen. Das patentierte System besteht aus einer Wasserversorgung und einer Reihe von Sensoren, die den Status der Pflanze überwachen und selbstständig optimieren. Die Sensoren sind mit einer eingebetteten Software verknüpft, welche pflanzenspezifische Parameter bereithält.

Der GraviPlant wird über eine Skelett-Basiskonstruktion, in der alle Steuerungselemente verbaut sind, an der vertikalen Fläche montiert. Anschließend kann der Topf mit der Pflanze eingesetzt und mit einer Blende gesichert werden. Die integrierte Beleuchtung sorgt dafür, dass die Pflanze auch nachts voll zu Geltung kommen kann.

Dank der erfolgreichen Zusammenarbeit von Visioverdis und ma design eröffnen sich mit dem Einsatz des GraviPlants vielfältige, neue Möglichkeiten zur Begrünung und dreidimensionalen Wandgestaltung. Die Anwendungsgebiete reichen von repräsentativen Fassaden bis hin zu spektakulären Innenräumen in Hotels, Kongresshallen oder Einkaufszentren. Mit dem GraviPlant erhält der Kunde in jedem Falle ein lebendes Kunstwerk, das bei minimalem Einsatz für Pflege und Wartung lange Zeit für gesunde, sauerstoffproduzierende Pflanzen sorgt.


Leistungen von ma design

  • Visualisierung, Harmonisierung und Unterstützung bei der Anforderungsdefinition
  • Entwicklung dreier grundlegender Gestaltungs- und Konstruktionskonzepte
  • Evaluierung der technischen Umsetzung
  • CAD-Renderings des Produktes

Über Visioverdis

Visioverdis ist ein junges Unternehmen aus Stuttgart, das technische Produkte und Verfahren entwickelt, die die dauerhafte Integration von Pflanzen und botanischen Komponenten in bislang ungenutzte Raumdimensionen ermöglicht.

Das Gründungsteam von Visioverdis ist sich sicher, dass mit einer guten Mischung aus Wagemut, Planung, Kreativität, Zeit, Geld und Beharrlichkeit die großartigsten Dinge erreicht werden können.

www.visioverdis.com