QUERGEDACHT 2016:
EIN RüCKBLICK.

Bei unserer Entwicklungsarbeit für Kunden unterschiedlicher Branchen gibt es ein Thema, das sich wie ein roter Faden durch alle Projekte zieht: Die digitale Transformation aller Wirtschaftsbereiche und unseres Alltags. Sie verändert und prägt auch unser Denken und Handeln und war deshalb der Ausgangspunkt der meisten Beiträge in unserer QUERGEDACHT-Reihe 2016.

Die Veränderungen sind so weitreichend und unumkehrbar, dass es fahrlässig wäre, sie zu ignorieren.

Jahrzehntelang erfolgreiche Unternehmen kämpfen ums Überleben, weil ihre Geschäftsmodelle nicht mehr zeitgemäß sind. Etablierte Wertschöpfungsketten zwischen Herstellern und Lieferanten werden aufgebrochen, weil die Zusammenarbeit in branchenübergreifenden Netzwerken zu besseren Ergebnissen führt. Aus Produkten werden Dienstleistungsangebote.
Selbst technisch unterlegene Produkte erobern den Weltmarkt, weil sie Teil eines überzeugenden Geschäftsmodells sind. Smartphones sind zur Fernsteuerung unseres Lebens geworden.

Wie konnte das passieren? Der 2015 verstorbene Psychologe, Netzwerkforscher und Unternehmer Prof. Dr. Peter Kruse prophezeite diese Entwicklung schon im Jahr 2004. Er erklärte, dass die zunehmende Vernetzung den Markt bezogen auf Komplexität und Veränderungsgeschwindigkeit explodieren lasse. Prof. Kruse gehörte zu den Ersten, die erkannten, dass unter diesen Umständen die bloße Optimierung von Funktionen nicht mehr ausreicht, um im Wettbewerb zu bestehen.

Genau hier setzen die Entwickler und Anbieter disruptiver Technologien an: Sie orientieren sich nicht an bereits erreichten Leistungsstandards. Ihr Ziel ist es nicht, die Wünsche der Kunden von heute zu erfüllen, sie wollen mit neuen Leistungsmerkmalen neue Märkte erschließen.

Wie kann man dem begegnen? Man muss sich weder auf eine Pilgerreise ins Silicon Valley begeben noch eine Start up-Tour durch Berliner Hinterhöfe machen.

Der erste und wichtigste Schritt besteht darin, sich selbst in Frage zu stellen.

Der 1879 in Paris geborene französische Maler und Schriftsteller Francis Picabia war ein Meister auf diesem Gebiet, denn er hat sich als Künstler immer wieder neu erfunden. Sein wohl bekanntester Aphorismus gibt die Richtung für QUERGEDACHT 2017 vor: „Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.“ Folgen wir seinem Beispiel.

Ihnen und Ihrer Familie wünschen wir besinnliche Festtage sowie einen tollen Start ins Jahr 2017.

Herzliche Grüße
Ihr Michael Arpe und Team